Spannende Bildungsreise ins Heilige Land

Das Evangelische Bildungswerk veranstaltet vom 13. bis 20. Februar 2012 eine Bildungsreise nach Israel. Besucht werden u.a. Akko, Nazareth, der See Genezareth, Jerusalem, Massada, Bethlehem und Ain Karem. Auch eine Begegnung mit der evangelischen Gemeinde in Jerusalem ist geplant. Die Leitung hat Pfarrer Götz-Uwe Geisler.

Infotelefon des Evangelischen Bildungswerks Fürth: 0911 - 745743.

 

Allianz für den freien Sonntag

„Ohne Sonntag gibt´s nur noch Werktage!“ Vielleicht kennen Sie diesen Aufkleber. Er zeigt einen aktuellen Trend an. Einige Leute meinen zwar, der freie Sonntag steht nur zwecks Gottesdienstbesuchs unter staatlichem Schutz. Aber schon Martin Luther war in diesem Punkt viel handfester. Im Großen Katechismus schreibt er: „...dass wir Feiertage halten nicht um der verständigen und gelehrten Christen (!)... sondern ... um leiblicher Ursache und Notdurft willen, welche die Natur lehrt und fordert für ...Knechte und Mägde, so die ganze Woche ihrer Arbeit und Gewerbe gewartet, dass sie sich auch einen Tag einziehen, zu ruhen und erquicken.“

Mit anderen Worten: Wer arbeitet, soll sich wenigstens an einem Tag in der Woche ausruhen können. Oder: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung geschützt.“

In Fürth gibt es seit April 2009 eine „Allianz für den freien Sonntag“. Sie hat durch Aktionen eine Wertediskussion angestoßen. Sie fragt: Was ist uns der Sonntag wert? Nach einer Umfrage unter Fürther Einzelhändlern, nach Gesprächen mit Stadträten setzt sie sich für drei statt vier verkaufsoffene Sonntage in Fürth ein.

Das ist nicht unumstritten. Die Situation in Fürth ist schwierig. An freien Sonntagen steigen laut einigen Händlern die Umsatzzahlen. Aber niemand würde verkaufen, wenn keiner kauft. Die Frage nach dem freien Sonntag wird also nicht nur von Politik, Einzelhandel oder Kirchen entschieden, sondern auch von wertebewussten Konsumenten.

René Hager

 

Besuche der Klinikseelsorge

Immer wieder fragen Patienten während ihres Klinikum-Aufenthaltes in Fürth: „Warum besucht mich kein Seelsorger?" Klinikseelsorger Wolfgang Wiedemann antwortet darauf: „Weil keiner weiß, dass Sie im Krankenhaus sind.“ Warum ist das so? Vor einigen Jahren noch war es möglich und üblich, dass die Klinikseelsorge von der Krankenhausverwaltung Listen ausgedruckt bekam, auf denen alle Evangelischen Patienten mit ihrem Wohnort standen. Die Klinikseelsorge informierte dann die PfarrerInnen der Gemeinden, und diese wussten dann, wenn ihre „Schäflein“ im Krankenhaus lagen.

Dann kam der Datenschutz. Seither bekommt die Klinikseelsorge keine „Listen“ mehr und damit keine Informationen, so wenig wie die Gemeindepfarrer, die an der Pforte nach „Listen“ fragen. Stattdessen bekommt jeder Patient ein Formular, auf dem er ankreuzen kann, ob er evangelisch ist, ob er von der Klinikseelsorge besucht werden möchte und ob er einverstanden ist, dass seine Gemeinde von seinem Aufenthalt informiert wird. Nur wenn die Angaben unterschrieben sind, dürfen die Informationen weitergeleitet werden.

Nicht jeder Patient füllt diesen Bogen aus – weil er keine Lust hat oder weil er zu krank dafür. Wenn Sie im Krankenhaus einen Besuch möchten, sagen Sie es einfach der Schwester oder dem Pfleger, die/der dann die Klinikseelsorge informiert. Sagen Sie – oder Ihre Angehörigen – es Ihrem Pfarrer in der Gemeinde. Nutzen Sie den Tratsch zum Segen: „Weißt du schon, dass die Frau X vom Seniorenkreis in der Klinik ist?“ Wenn es sich herumspricht, kommt auch Besuch!